Trösten?! – Ja, unbedingt!

 

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Noch wenige Wochen und schon wieder ist ein Jahr vorbei. Ein Jahr, in dem viele Hunde davon profitieren konnten, dass der Trainingsweg durch positive Verstärkung immer größere Kreise zieht. Dennoch sitzen manche Mythen noch sehr tief. Zum Beispiel: „Angst muss ignoriert werden!“.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Angst vor Spinnen. Sie sitzen in einem Zimmer und an der Wand ist ein riesiges schwarzes Exemplar dieser Gattung. Sie zittern vielleicht schon, können auf jeden Fall an nichts anderes denken und ihr Partner/in liest gelassen in einem Buch. Sie sagen vielleicht irgendwann „Schatz kannst du bitte das Ding wegmachen!?!“. Es kommt von Ihrem Vertrauten aber keine Reaktion. Sie sind sich völlig selbst überlassen. Was denken Sie, wie es Ihnen damit geht?

Gleiches Szenario, nur dieses Mal bemerkt Ihr Partner/in, dass es Ihnen schlecht geht. Er /sie kann die Spinne nicht erreichen und entfernen, aber sagt: „Hey Schatz, ich hab sie auch gesehen. Aber weißt, dir kann nichts passieren. Ich bin für dich da. Schau mich an…“. Ich gehe jede Wette ein, dass es Ihnen damit besser geht! Die Spinne ist immer noch da, dementsprechend auch Ihre Ängste, aber Sie sind nicht allein in dieser Situation. Vielleicht schafft Ihr Partner/in es sogar Sie kurzzeitig abzulenken…

Wieso sollte es unseren Hunden anders gehen? Sie haben Emotionen wie wir. Sie haben Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit und Liebe. Untereinander bieten sie sich auch Social Support. Warum sollten wir unseren Hunden das in Situationen, die ihnen Angst machen verwehren?

Angst ist eine Emotion, die wir durch unseren Trost nicht verstärken können. Sind wir selbst verängstigt, dann kann sich das auf unseren Hund übertragen – Ja. Aber hat unser Hund Angst und wir vermitteln ihm, dass er nicht alleine ist, wir für ihn da sind und ihn beschützen, macht das seine Angst nicht größer. Wohingegen Ignoranz die Situation durchaus verschlimmern kann.

Silvester steht vor der Tür. Für viele Hunde ist dieses Ereignis der pure Horror! Bitte seien Sie für Ihre Fellnase da! Geben Sie Sicherheit und Trost! Denn das ist es, was wir alle von einem Partner/in erwarten.

 

Zum Thema Silvester schauen Sie doch auch mal bei meiner Kollegin Sabrina Weinerth vorbei. Folgender Link bringt Sie direkt zu ihrem Beitrag auf Facebook:

Mit einem Klick auf das Bild, kommen Sie zu dem Beitrag von Sabrina Weinerth.

 

Trösten?! – Ja, unbedingt!
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