Matteo

Unser kleiner Spanier zog 2015 bei uns ein.

Laut Übergabevertrag ein fünfjähriger Podenco Andaluz Rüde. Seine Vorgeschichte ist bis heute unklar. Aufgrund des Zustandes, in dem er damals war, muss sein Leben bis dahin aber von Angst und Gewalt erfüllt gewesen sein. So brachte er ein ordentliches Paket an unterschiedlichsten Verhaltensweisen mit…

Kopflose, panische Fluchtversuche… Aggressionsverhalten… Geräusche-Gewitterangst… Angst vor fremden Menschen… Angst vor langstieligen Objekten… vor fliegenden Objekten…

…die Liste könnte ich noch unzählig weiterführen. Dazu noch sein starkes, jagdliches Interesse und die Herausforderungen schienen kein Ende zunehmen.

Heute haben wir Dinge erreicht, die ich nicht zu träumen gewagt hätte!

Manche Geräusche findet Matteo nach wie vor gruselig und auch einige Situationen machen ihm noch Angst, aber er vertraut uns mittlerweile so sehr, dass er – statt in alte Verhaltensmuster zu fallen – Schutz bei uns sucht. 

Das Jagen ist immer noch eine große Leidenschaft von dem Bub. Allerdings möchte er jetzt mit uns zusammen arbeiten (z. B. in Form von Wildwechsel anzeigen), so dass er sehr oft die Möglichkeit von Freilauf bekommen kann. Auch bei mir hat sich dank Matteo einiges zum Thema Jagdverhalten getan. Früher war ich der Meinung, ich möchte keinen jagenden Hund. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Mit so einem Partner an seiner Seite geht man mit offeneren Augen durch die Natur und nimmt die vielen Waldbewohner erst richtig wahr. 

Es war nicht immer leicht und auch heute gibt es noch Momente, in denen man seine Vergangenheit erahnen kann, aber jeder noch so kleine Fortschritt ist Belohnung genug!